FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 20.12.2008:

Bau der Entlastungsstraße mit Stimmen von CDU und FDP beschlossen

LT 20.12.2008
pe Lingen. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Lingener Stadtrat den Bau der Nordtangente in Altenlingen abgesegnet. Vorangegangen war eine längere Debatte über das Für und Wider des Vorhabens, das mit erheblichen Eingriffen in den Altenlingener Forst verbunden ist.
Die Nordtangente wird in einem ersten Schritt in der Verlängerung der Ulanenstraße in Damaschke durch den Altenlingener Forst südlich der Raffinerie über den Kanal auf die alte B 70 führen. Mit der Maßnahme verbunden ist die aus Sicherheitsgründen notwendige Schließung der alten Raffineriestraße und die verkehrliche Anbindung weiterer Gewerbeflächen im Ochsenbruch und Logistikzentrum.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen lehnte die Nordtangente ab. Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben, um den Sicherheitsinteressen der Raffinerie nachzukommen, sagten Michael Fuest und Birgit Kemmer. Die Politik müsse nicht vor jeder Firma in die Knie gehen, meinte Fuest. Altenlingen brauche ein vernünftiges Verkehrskonzept. „Aber eine Straße durch den Wald zu bauen ist keine kluge Entscheidung“, betonte Frau Kemmer.
Die SPD sei nicht gegen die Nordtangente, denn als Verbindung von der B 213 zur A 31 mache sie Sinn, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn. „Für die gewählte Trassenführung haben wir aber absolut kein Verständnis“, begründete Wiedorn die Ablehnung der Pläne durch die SPD. Die neue Straße hätte näher an die Raffinerie gebaut werden sollen, um die Eingriffe in den Wald geringer zu halten. Kritisch äußerte sich Wiedorn auch zu den vorgesehenen Ersatzmaßnahmen für den Eingriff in die Natur. „Das sieht aus wie früher in der Steinzeit“ kommentierte er die Ausweisung so genannter Sukzessionsflächen, bei der diese sich selbst überlassen bleiben.
Die mit der Nordtangente verbundenen weiteren Investitionen der gewerblichen Wirtschaft bezeichnete Jens Beeck (FDP) in ihrer Größenordnung als durchaus vergleichbar mit dem Bau des Jade-Weser-Ports. „Diese Entwicklung vonseiten der Stadt zu unterstützen ist mehr als vernünftig“, meinte der Liberale.
Als „in jeder Hinsicht völlig überflüssig“ bezeichnete der fraktionslose Ratsherr Robert Koop die Nordtangente. Dagegen betonte Swenna Vennegerts für die CDU-Fraktion, dass es in der Debatte mit den Bürgern um die Verlegung der Raffineriestraße vor allem um die Themen Sicherheit und Arbeitsplätze gegangen sei. Mit der nun getroffenen Lösung könnten alle gut leben.
Dies unterstrich auch Michael Koop, CDU-Ratsherr aus Altenlingen. Mit der neuen Trasse sei eine dringend notwendige Entlastung des Forstwegs verbunden.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden