FDP Emsland-Süd

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf das Emsland?

Von links nach rechts: Ingo Lüttecke (Programm-Manager der Friedrich-Naumann-Stiftung), Mechthild Weßling (Geschäftsführerin Wirtschaftsverband Emsland) und Jens Beeck (FDP-Bundestagsabgeordneter).  

Meppen. Über die aktuelle Lage der emsländischen Unternehmen hat sich der emsländische Bundestagsabgeordnete Jens Beeck beim Wirtschaftsverband Emsland in Meppen informiert. Der Wirtschaftsverband, vertreten durch die Geschäftsführerin Mechtild Weßling, ist eine Interessenvertretung der emsländischen Unternehmen. Vom Freiberufler über Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe bis hin zu Kommunen und großen Industrieunternehmen; ihm sind rund 400 Unternehmen mit mehr als 46.000 Beschäftigten angeschlossen. Begleitet wurde Beeck vom hiesigen Programm-Manager der Friedrich-Naumann-Stiftung Ingo Lüttecke.
 
In einem Informationsgespräch wurde die aktuelle Situation der einzelnen Branchen diskutiert. Tourismus, Gastronomie und Transport spüren beispielsweise erhebliche Veränderungen aufgrund von Corona. Für viele andere Unternehmen kam aufgrund des Lock-Downs der Fortschritt im Bereich der Digitalisierung im Schnelldurchlauf. Jens Beeck kritisierte in diesem Gespräch die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise. „Selbst in Krisenzeiten gibt es keinen Konsens in der Politik. "Es wird vor allem Geld ausgegeben, als gäbe es kein Morgen mehr“, so Beeck. Strukturelle Veränderungen und Anpassung der Rahmenbedingungen werden laut Beeck leider nicht vorgenommen. Statt dessen werden die Unternehmen mit überbordenden Auflagen und Beschränkungen belastet. Deshalb setze er sich dafür ein, die unternehmerische Freiräume zu stärken und bürokratische Belastungen zu vermindern. „In der Krise liegt auch eine Chance, die wir als Gesellschaft aber nutzen müssen. Wir können auf Dauer nicht bestehen, wenn jedes sich einstellen auf Veränderungen in der Welt bei uns immer Jahre oder Jahrzehnte dauert,“ so Beeck. Das große Potential unserer Fachkräfte und Unternehmen sei noch da. Dies gelte es durch Bildung, Digitalisierung, Infrastruktur und flexiblen Sozialstaat zu fördern, statt es durch Bürokratie und Behäbigkeit auszubremsen.